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Schroeder Roadshow » Mamas und Papas?

Mamas und Papas?

Schroeder am 15. Dezember 2008

Nach der Veröffentlichung der SCHROEDER-CD ist doch mehr Beschäftigung mit der Vergangenheit, als ich gedacht habe. 
Die CD wird im Radio nicht gespielt und bei den Zeitungen, die mir wichtig sind, nicht rezensiert. Jürgen Reents, Chefredakteur vom ND, erzählte mir, daß der Rezensent ihrer Rubrik ‘Plattenbau’ (sehr schön, Jürgen!) abgewunken habe, aber daß die CD weitergereicht wurde und sich Kai Degenhardt, Sohnemann und Mitmusiker von Franz-Josef, der Sache annehmen würde - inch Allah. Es scheint also eine Geschmacks- und Generationenfrage zu sein?

In der Humorkritik der ‘Titanic’ ist unser neues Projekt ebenso noch nicht angekommen, wie in der von mir sehr geschätzten ‘Radio-Eins’-Rubrik ‘Happy Sad’ jeden Do Abend von und mit Christine Heise. Ich weiß nicht, ob man sowas machen darf, aber ich habe Christine gemailt, daß auf der CD mit Sicherheit Songs zu finden sind, die, was Authenzität in Lyrik und Gesang angeht, wunderbar zu ihrem Konzept passen. Und - sollte sie noch kein Bemusterungsexemplar bekommen haben - solle sie sich einfach kurz melden. Stellt sich Fritzchen so die Welt vor, daß die Redakteurin sich ‘einfach kurz meldet’? Aber ich bin Überzeugungstäter, deshalb habe ich kein Problem, nackig zu gehen.

Eine Besprechung in der ‘taz’ würde mir auch was bedeuten, nicht daß ich als Abonent ein Recht einklagen würde - auch ne schöne Idee: die Zeitung der Leser! - aber offensichtlich fällt unser sound (auch) hier durch das Rost.
Das erinnert mich an eine Diskussion bei den Grünen im Wahlkampf 1990. Die damalige Bundesgeschäftsführerin Heide Rühle hatte Kinder, die alt genug wurden, um auf eigenen Musikgeschmack zu kommen. Also hörte Mama Heidi 90er-Jahre-Pop, Rap und Anfänge von House. Folglich wurden Künstler, die bereit waren, kritisch-solidarisch die Grünen zu unterstützen, aber nicht 90er-Jahre-Pop, Rap und Anfänge von House machten, als nicht mehr zeitgemäß eingestuft: “Die bringen uns nix mehr!” So wurde eine musikalische Diskussion zum sinnstiftenden Urteil! 
Später sagte Heide mir, die Kinder stünden jetzt voll auf Beatles. Überraschung! Was denn, jetzt wieder alle 70er Künstler satisfaktionsfähig? Rückrufaktion?
Ich sehe den taz-Rezensenten vor mir: gegen das eigene Alter ankämpfend, hart am Puls der Zeit, und getrieben von der Angst, daß die eigenen Kriterien ihn selbst wegspülen. Ist hier eine Umtextung unseres Songs von der ersten LP ULI HUNDT UND SCHROEDER … AUF FREIEM FUSS angesagt? Frei nach MISS TREND: “Mr. Trend, Mr. Trend, seht wie er rennt/hinter dem Zug der Zeit/hinter dem Fähnchen im Wind/Zu jedem Wechsel bereit/und allezeit blind …”

Chefredakteure indes sehen das offensichtlich lockerer, jedenfalls erhellend Peter Unfrieds iPod-Top-Ten in der heutigen kolumne@taz.de:

1) “Genug ist nicht genug”, Konstantin Wecker
2) “All Along The Watchtower”, Jimi Hendrix Experience
3) “Zwickt’s Mi”, Wolfgang Ambros
4) “Don’t Let Go The Coat” - The Who
5) “Reif für die Insel” - Peter Cornelius
6) “Waiting For An Alibi” - Thin Lizzy
7) “Mein Ding” - Udo Lindenberg
8) “Street Fighting Man” - Rolling Stones
9) ” California Dreaming” - The Mamas And The Papas
10) ” Lied vom Ende des Kapitalismus” - Peter Licht

Also gut, Mamas und Papas, bei soviel Unverkrampftheit gibt es ja denn doch noch Hoffnung in der Sinnstiftungsdiskussion.

Abgelegt unter TourTageBuch | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Mamas und Papas?”

  1. claude.am 23. Dezember 2008 um 03:23

    Ihr Schröders!

    Jederzeit würde ich euch eine Rezension schreiben, oder irgendwann eine Hommage, denn ihr habt es verdient, vor 20 Jahren, und heute auch.

    Wäre ich übrigens einer der o.g. Herrschaften aus der Liste 1 - 9, ich würde die TAZ auf Tod & Teufelkommheraus abmahnen und ganz unverkrampft die Streichung meines Namens verlangen.

    Vor 20 Jahren waren wir fröhliche Kinder; wir wußten noch nicht, daß Che Guevara ein Massenmörder und eigentlich ein Arschloch war, und die Grünen nicht wirklich grün, aber es war uns auch egal. Wir mißtrauten fast allem, was mehr als dreihundert Leute gleichzeitig “gut” fanden, und krähten mit euch und Tränen in den Augen TANZ MIT MIR HINAUS…denn das war wahr und echt..in diesem Augenblick.

    Die Welt hat sich gedreht, die Selbstgefälligkeit sitzt jetzt auf der anderen Seite, und die opportunen Medien lügen den Leuten täglich so derartig die Hucke voll, daß die oberste Direktive lauten muß:
    Von Narren gelobt zu werden ist eine Schande! (und ob es rechte oder linke Narren sind, ist völlig egal und kaum mehr als eine Geschmacksrichtung)

    In unserer kleinen Stadt gehen die Senioren Samstag abends zum Tanz und singen BORN TO BE WILD, aber wer war schon wirklich wild gewesen? Am Alter alleine liegt es sicher nicht, aber vielleicht mangelte es schon immer an der Freiheit im eigenen Kopf. Vielen jedenfalls.
    Es gibt Typen, die sind 80+, und werden jeden Tag immer noch besser.

    Wirkliche Freiheit provoziert immer, und das ist wunderbar.

    Just my 2 cents…
    Viel Glück & cu in Köln.

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